2016 wurde mit der E-Klasse das Update der im Fahrzeug gespeicherten Navigationskarten eingeführt. Was bis dato das Einlegen eines Daten-Mediums, etwa einer DVD, oder einen Werkstattbesuch erforderte, erfolgt seither alle drei Monate automatisch „Over the Air“, wenn der Kunde diesen Service im Mercedes me Portal aktiviert hat.
„Over-the-Air-Updates sind für uns kein neues Thema. Mit unserer langjährigen Erfahrung und bereits vielen erfolgreich gelaufenen OTA-Kampagnen haben unsere Kunden zu jeder Zeit die aktuellste Software im Fahrzeug. Nicht nur Software-Updates, sondern auch Features, die heute noch gar nicht erfunden sind, können wir Over the Air in bereits verkaufte Fahrzeuge bringen. Durch OTA wird das Fahrzeug für die Kunden im Laufe der Zeit immer leistungsfähiger“, sagt Georges Massing, Leiter Digital Vehicle & Mobility der Mercedes-Benz AG.
https://www.automoli.com/wp-content/uploads/2021/02/201214_Over_The_Air_EN_PI_16_9__H264_v02.mp4 Wie funktioniert Over the Air konkret? Sobald ein neues Update seitens Mercedes-Benz verfügbar ist, erscheint ein Hinweis im Zentral-Display, Download und Installation des Updates erfolgen im Hintergrund. Wichtig: Der Nutzer muss der Aktivierung dann noch einmal explizit zustimmen. So bleibt das Fahrzeug stets auf dem neusten Software-Stand. Zum Übertragen der Daten setzt Mercedes-Benz auf Mobilfunktechnik und das im Fahrzeug verbaute Kommunikationsmodul – das ist der sicherste Weg.
Eine weitere Option für ein aktualisiertes und verbessertes Nutzererlebnis ist das Zubuchen neuer Funktionen im Mercedes me Store: Smartphone Integration wie CarPlay oder Android Auto, In-Car-Office oder das digitale Radio DAB+ für den bestmöglichen Radioempfang stehen dort zur Verfügung. Und das Beste: Dienste, deren Abonnement abgelaufen ist, können schnell und bequem über den Mercedes me Store direkt online verlängert werden.
Für manche Features und Services wird allerdings gar kein Update im Fahrzeug benötigt. Denn MBUX ist ein hybrides System, das sich sowohl auf im Fahrzeug gespeicherte Daten bzw. Software als auch in der Cloud hinterlegte Informationen stützt. Das gilt beispielsweise für den Sprachassistenten „Hey Mercedes“. Er lernt permanent durch den Austausch mit der Cloud neue Wörter und Redewendungen. Auch bei Fragen wie
„Wo ist die nächste Pizzeria?“ oder „Wie hat die Fußball-Nationalmannschaft heute gespielt?“ wird auf aktuelle Informationen in der Cloud zurückgegriffen.
Stets aktuell ins Fahrzeug übertragen werden außerdem Verkehrs- oder Wetterinformationen und damit zusammenhängende Daten wie etwa die Schneehöhe in Skigebieten.
Aktuell erhalten A-Klasse Kunden, die bereits seit 2018 mit MBUX unterwegs sind, nun die zusätzlichen Streamingdienste TIDAL und Amazon Music, Zugang zum Mercedes me Store in MBUX, und in bestimmten Sprachen wechselt MBUX zum persönlichen Du. Aus Updates werden so Upgrades.
Je nach Alter des Fahrzeugs stehen mehr Funktionen zum Nachladen zur Verfügung, die bei neueren Baujahren bereits an Bord sind.
Wie funktionieren Over-the-Air-Updates technisch?
Over-the-Air-Updates werden über eine sichere Mobilfunkverbindung direkt an das Fahrzeug übertragen. Die Daten werden verschlüsselt, um die Sicherheit und Integrität der Software zu gewährleisten. Nach dem Download prüft das System die Aktualisierung und installiert sie entweder automatisch oder nach Bestätigung durch den Fahrer. Während des Updates bleibt das Fahrzeug in der Regel fahrbereit, bei sicherheitsrelevanten Updates kann jedoch eine kurze Pause erforderlich sein.
Beispiele für aktuelle OTA-Upgrades bei Mercedes-Benz
Zu den aktuellen OTA-Upgrades zählen unter anderem die Erweiterung des Sprachassistenten, neue Navigationsfunktionen, verbesserte Fahrerassistenzsysteme und Updates für die Konnektivität. Ein Beispiel ist die Aktivierung von Remote-Parkfunktionen oder die Integration neuer Streaming-Dienste. Diese Upgrades erhöhen nicht nur den Komfort, sondern auch den Wiederverkaufswert des Fahrzeugs.
Sicherheit und Datenschutz bei OTA-Updates
Mercedes-Benz legt großen Wert auf die Sicherheit der Datenübertragung und den Schutz der Kundendaten. OTA-Updates werden mehrfach geprüft und mit modernen Verschlüsselungstechnologien gesichert. Kunden können in den Einstellungen ihres Fahrzeugs festlegen, welche Daten sie teilen möchten und ob Updates automatisch oder manuell installiert werden sollen.